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LONDON - UND DIE LICHTSEITEN DER SOCIAL MEDIA

Aktualisiert: 6. Dez 2018



SOCIAL MEDIA

…wenn manche dieses Wort schon lesen verdrehen sie die Augen.

Instagram, Facebook und Co.

Für einen Teil der Leute bedeuten diese Worte Sucht, unsoziale zwischenmenschliche Aktionen, Verlust der Realität und vieles mehr.

Aber ist das denn wirklich so schlimm oder verteufeln wir nur etwas, um einen Sündenbock in unserer Gesellschaft zu haben? Denn sind es nicht die Menschen hinter den Accounts, die das Social Media zu dem machen was es ist. Die Macht, die diese digitale Welt auf uns hat, ist immer nur so groß, wie wir es zulassen.



DIE LICHTSEITEN

Ein weiterer Text zu diesem Thema - die Schattenseiten des Social Medias - soll dieser Blogpost allerdings nicht werden.

Ganz im Gegenteil! Ich möchte euch einmal meine Sicht der Dinge schildern. Meine unerschütterliche positive Sicht auf Dinge, die eben nicht nur "böse" sind, sondern Chancen enthalten. Chancen neue Wege zu gehen, neue Menschen kennen zu lernen und Chancen, die meine Welt ein kleines bisschen größer gemacht haben.



Seit nun über anderthalb Jahren bin ich wirklich stark aktiv auf den Social Media Kanälen Facebook und vor allem Instagram. Klar es gab Tage, da habe ich es verteufelt und als ein großes "Muss" gesehen. Aber sobald ich erkannt hatte welche Möglichkeiten sich mir über diese Portale eröffnet haben, hat es Spaß gemacht! Und stellt euch vor: Wenn ich keine Lust gehabt habe - lass ich es einfach! So simpel und doch so effektiv. Denn ab diesem Zeitpunkt war Social Media kein Schimpfwort mehr, sondern ein Begleiter, der mich näher zu den Menschen gebracht hat.

Wer mich nun schon eine Weile verfolgt und vor allem meine Instagram-Storys regelmäßig schaut, weiß wohl, dass ich kein Fan davon bin eine Scheinwelt zu inszenieren. Ich zeige mich im Schlafanzug, mit fettigen Haaren, verheult oder auch mal total verschwitzt und eklig. Okay, nicht immer! Mich sieht man auch mal frisch geduscht und geschminkt. Aber genau darum geht es - die Mischung! Keine unrealistische Darstellung eines perfekten Lebens, sondern das ungefilterte und ehrliche Leben einer Frau, die sich ihren Traum der Selbstständigkeit erfüllt und den harten, aber auch wunderschönen Weg zum Ziel mit ihren Mitmenschen teilt.




WARUM MICH DAS GANZE SO ERFÜLLT

Jedes Mal wenn ich etwas teile, wenn ich denke "Vielleicht ist das nun zu viel. Vielleicht sollte ich das lieber nicht teilen" - genau dann wurde ich vom Gegenteil überzeugt. In diesen Situationen habe ich so viel Feedback und positive Energie zurück bekommen.

Nehmen wir doch den Fotowalk Anfang November. Bei Facebook gab es eine Veranstaltung und bei Instagram habe ich eine Story dazu gemacht. Mehr Informationen gab es nicht. Einfach weil ich mir auch nicht sicher war, wie diese Idee ankommen würde. Grundgedanke war einfach aus einer online-Welt ein offline-Treffen zu machen. Viele vergessen immer, dass ich leider von den Menschen, die mir folgen wenig bis gar nichts mitbekomme, sie allerdings unglaublich viel von mir. Da erschien es mir nur fair, wenn ich eine Möglichkeit schaffen würde, zu der man sich auch einfach mal persönlich treffen kann.

Eine offizielle Anmeldung gab es nicht. Alles sollte frei und ohne Zwang ablaufen.

Als ich dann abgehetzt und verspätet am Walberla in der wunderschönen fränkischen Schweiz ankam, war ich dezent fertig mit den Nerven! Nicht nur, dass ich zu meinem eigenen ersten Fotowalk, die Leute habe warten lassen, nun hat sich gezeigt, dass auch 22 Menschen kamen.





22 zum Teil "wildfremde" Menschen, die zu MIR kamen. Und nun, dank Social Media konnte ich an einem unvergesslichen Nachmittag mit viel Wind und Herzlichkeit verbringen.

Mit dabei waren Bekanntschaften mit denen man schon die ein oder andere Nachricht hin und her geschrieben hat oder "Follower", die wie kleine Fans zu mir kamen.

Vogelwild - anders kann ich es nicht beschreiben. Vogelwild und unglaublich erfüllend. Dieser Nachmittag hat mir aber auch nicht nur bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin - durch ihn habe ich auch Linda kennen gelernt.



SPONTANITÄT BEDEUTET MÖGLICHKEITEN ERKENNEN

"Hat zufällig jemand am Dienstag und Mittwoch Zeit? Ich wollte nach London und brauche noch jemanden, der mich begleitet.", sagte sie scherzhaft in die Runde. (Notiz: Es war Sonntag) - "Klar, ich hab Zeit und London wollte ich schon immer mal sehen", antwortete Vroni sofort.

Genau das waren die ersten paar Sätze, die Linda und ich so wirklich miteinander geredet haben. Glaubt ihr nicht? Fragt sie selbst.

Durch die vielen Leute hatte ich am Fotowalk nicht sehr viel Zeit für jeden, aber ich hatte die Hoffnung jeden etwas an Tipps oder Anregungen mitgeben zu können. Bei der kleinen Gruppe von Linda war ich allerdings noch nicht. Als ich aber dann zu ihr gestoßen bin, hat sie in der Runde von ihren London-Plänen erzählt. Und noch bevor ich sie richtig kennen lernen konnte oder wir wirklich miteinander geredet haben - hab ich schon "JA" zu London mit ihr gesagt. Und wisst ihr was - es war eine reine Bauch-Entscheidung. In meinem Jahr der Selbstständigkeit habe ich gelernt auf meinen Bauch zu hören und Entscheidungen (auch) von ihm entscheiden zu lassen. Und nun, nach meinem spontansten Trip in eine der tollsten europäischen Städte mit einer wundervollen Seele kann ich sagen: "Bauch - du hattest mal wieder Recht!"



FREMDE WERDEN ZU FREUNDEN

Obwohl wir uns komplett fremd waren, hat es zwischen Linda und mir direkt gefunkt - sozusagen. Ich mein, wer fliegt schon einfach mit einer wildfremden Person zwei Tage nach London? Und wer bitteschön lädt eine wildfremde Person dazu ein mit ihr in einem Bett zu schlafen? In diesem Fall müssen wohl beide ein kleines bisschen verrückt sein und Spontanität lieben.

Und genau so könnte man diesen Trip zusammenfassen: spontan und verrückt. Genau nach meinem Geschmack.

Wie das Ganze aussieht, wenn zwei Fotografinnen, die auch gerne vor der Kamera stehen, zusammen nach London fliegen? Schau selbst.




Am Ende sind es die wirklich einfachen Dinge, die uns glücklich machen. Als wir am Piccadilly Circus standen und den Straßentänzern zugesehen haben, hat es uns einfach nach ein paar Minuten selbst gepackt und wir haben minutenlang auf den Londoner Straßen getanzt. Ohne uns zu kümmern, was andere denken könnten. Ohne zu überlegen, wie wir wohl dabei aussehen würden. Einfach die Musik, den Abend und das Leben genießen - darum ging es.

Und in einem dieser Momente wurde mir klar: Durch Linda ist eine ganz wundervolle, ehrliche Seele in mein Leben getreten, die ich wohl ohne Social Media nie kennen gelernt hätte.

Danke dafür.



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